Windows-Programme im OSS-Umfeld

Das Angebot an Open Source Software oder von Software, die unter Linux einsetzbar ist, wächst sehr schnell. Dennoch wird es auch nach einer Migration meist noch ein oder einige wenige Programme geben, die unter Windows weiterhin betrieben werden sollen. Zwei Möglichkeiten bieten sich hierfür im Wesentlichen an:

  • Windows-Terminal-Server
  • Windows-Emulatoren auf Arbeitsplatzrechner

Windows-Terminal-Server

Bei Einsatz eines Windows-Terminal-Servers wird die Windows-Software, auf einem Applikationsserver ausgeführt und auf den Linux-Arbeitsplätzen dargestellt und bedient. Dazu wird von dem Arbeitsplatz über eine spezielle Client-Software zugegriffen, so ist ein Arbeiten möglich, beinah wie mit dem lokal installierten Programm zuvor.

Mit FreeNX steht eine Open Source Software für die NX-Terminalservices von NoMachine zur Verfügung. Durch Komprimierung und Verschlüsselung erfolgt ein schneller und sicherer Zugriff auf Windows- oder Linux-Terminal-Server.
Der Secure Global Desktop von Tarantella erlaubt den Zugriff auf Windows- oder Linux-Terminal-Server und AS400. Integrierte Load-Balancing-Mechanismen ermöglichen den einfachen Einsatz von Clustern zur Erhöhung der Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit.

Terminal Server bieten darüber hinaus noch den Vorzug einer vereinfachten Software-Pflege und damit geringeren Wartungskosten. Im Zusammenspiel mit Thin Clients können Terminal Server auch die Gesamtkosten reduzieren durch geringere Hardware-Kosten für den Arbeitsplatz und geringeren Wartungs- und Pflegeaufwänden.

Windows-Emulatoren

Windows-Emulatoren erlauben das Ausführen von Windows-Anwendungen direkt, hier werden keine separaten Windows-Lizenzen benötigt. Hierzu zählen WINE und Crossover. Standard-Programme, wie Microsoft Word oder Excel, stellen kein Problem dar, die Lauffähigkeit von Spezial-Anwendungen muss im Einzelfall geprüft werden.

Lesen Sie weiter, wie mögliche Szenarien für eine Open-Source-Einführung aussehen können. mehr...

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