Open Source Software (OSS) auf dem Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz, oder neudeutsch der Desktop, ist der zentrale Zugang im täglichen Arbeiten mit den Anwendungen und Programmen. Meist steht hierbei das Office-Paket von Microsoft mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation im Vordergrund. Aber auch spezielle Branchensoftware ist oft unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Arbeitens, auf die auch nach einer Migration nicht verzichtet werden kann. Daher kommt dem Desktop eine besondere Bedeutung bei, denn hier ist der Benutzer unmittelbar in seinem täglichen Arbeiten betroffen.

Einen ersten Eindruck eines Open Source Desktops können Sie sich in unserem Open Source Demo Center, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und der DT Netsolution, verschaffen. Hier kommt der KDE-Desktop mit aktuellen Anwendungen, wie der Bürosuite Open Office oder dem Webbrowser Firefox, zum Einsatz.

Die Einführung eines Open Source Desktops geht in der Regel mit einer Ablösung des Microsoft-Office-Pakets einher. Das bedingt eine Übernahme der Dokumente und Dokumentenvorlagen nach Open Office. Hier sind vor allem Makros und Programmierungen in der Tabellenkalkulation Excel zu beachten. Um zukünftig eine Unabhängigkeit von den eingesetzten Office-Programmen zu erreichen, sollten alternative Anwendungen, wie beispielsweise Web-basierte, in Betracht gezogen werden.

Auch für die restlichen Programme und Werkzeuge, die auf dem Arbeitsplatz eingesetzt werden, müssen Alternativen gefunden werden, die unter Linux lauffähig sind. Sollte dies nicht möglich oder nicht wirtschaftlich sein, gibt es jedoch verschiedene Möglichkeiten, Windows-basierte Programme weiterhin einzusetzen.

Thin Clients und Terminal Server

Der Einsatz von Terminal-Servern gehört streng genommen nicht in den Themenbereich Open-Source-Migration. Jedoch lassen sich bei dieser Gelegenheit die Möglichkeiten von Terminal-Servern vorteilhaft einsetzen und ermöglichen gerade im Zusammenhang mit Open Source, sprich Linux, auf dem Desktop eine einfache Möglichkeit Thin Clients einzuführen. Schauen Sie sich hierzu auch unsere Online-Demos an.

Beispielhaft sei hier das Linux-Terminal-Server-Projekt LTSP erwähnt. Hier bootet der Thin Client direkt über das Netzwerk, sodass nicht einmal eine Festplatte eingebaut sein muss. Statt des in Windows üblichen C:\- Laufwerks, können die Anwendungen ebenfalls auf dem Boot-Server liegen. Sie werden auch nach wie vor auf dem Arbeitsplatzrechner, dem Thin Client, ausgeführt. Wird das Konzept weitergeführt, kann der Thin Client nur noch als Anzeigeterminal dienen. Dann verbindet sich der Thin Client mit einem Applikations- bzw. Terminal Server, auf dem die Anwendungen ausgeführt werden. In diesem Fall arbeiten die Benutzer nicht mehr lokal sondern über eine Terminal-Sitzung auf dem Applikationsserver. Dadurch kommt dem Applikationsserver eine zentrale Stellung bei und es müssen Vorkehrungen getroffen werden, die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Dies kann beispielsweise durch Einsatz mehrerer Applikationsserver mit Load-Balancing oder Clustering erfolgen.

Lesen Sie weiter, wie der weiterführende Einsatz Ihrer vorhandenen Infrastruktur und eventuell vorhandener Branchensoftware unter Microsoft Windows aussehen kann. mehr...

nach oben